Jesus

English version

Ich bin doch nicht Jesus!

Keine Sorge, das ist auch nicht nötig. Aber wenn es um Jesus geht, dann werde ich plötzlich ganz gesprächig, obwohl mich die meisten eher als stilleren Zeitgenossen kennen.

Angefangen hat das Ganze mit der Entscheidung, in der 11. Klasse für ein Jahr ins Ausland zu gehen. Ich flog in die U.S.A., wo ich das erste Mal mit richtig "krassen" Gläubigen konfrontiert wurde. Ich traf Menschen jeden Alters, die sich tatsächlich mit voller Überzeugung Christen nannten. Je mehr ich über den Glauben erfuhr, desto mehr wich meine Skepsis, und ich verspürte das Verlangen, auch glauben zu können. Ich wollte endlich mal in meinem Leben überzeugt sein, ein Ziel haben, einen Lebensinhalt.

In einer persönlichen Krisenzeit wurde ich mir ganz deutlich meiner Bedürftigkeit nach einer Beziehung zu Gott bewußt. Zur Sylvesternacht in der Kirchengemeinde nahm ich schließlich all meinen Mut zusammen und trat mit meinen Fragen an eins der mir vertrauten Kirchenmitglieder heran.

Es war weniger dieses Gespräch als die danachfolgenden Stunden, die mir die Zeit gaben, mir ganz im klaren darüber zu werden, was Gott von mir wollte. Es war, als würde Gott zu mir sagen: "Du hast die Wahl: sagst du 'ja' oder 'nein' zu Jesus?" Es war das erste Mal, daß ich wirklich gebetet habe: um 6:00 Uhr morgens des 1.1.1994 saß ich in einem Auto auf dem Rückweg zur Kirche und betete zu Jesus, daß er in mein Leben kommen möge. Und wirklich, er kam ...

Christsein im Alltag

Freundschaften wollen gepflegt sein, so auch mit Jesus. Nicht immer fiel oder fällt es mir leicht, meine neue Priorität in meinen normalen Alltag einzubinden. Zudem waren da noch all die alten und neuen Freunde in Deutschland, die erst mal damit klarkommen mußten, plötzlich einen "Heiligen" unter sich zu haben. Ich mußte viele Beziehungen neu aufrollen und gebe zu, nicht selten eine Art Verteidigungsstellung eingenommen zu haben. Mittlerweile habe ich mich so an Jesus in meinem Leben gewöhnt, daß ich ihn mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen kann. Konkret heißt das, regelmäßig mit Gott zu reden, die Bibel zu lesen und darüber nachzudenken, sowie Tag für Tag danach zu suchen, wie ich Gott dienen kann.

Jetzt aber mal ehrlich ...

So spannend kann es doch nicht sein, Christ zu sein, oder? Und ob! Ich bin aus Überzeugung Christ, also nicht wegen meiner Eltern, Verwandten oder um irgendwem einen Gefallen zu tun. Für mich hat es sich wirklich gelohnt. Christsein heißt nämlich nicht, wie viele vielleicht denken, die 10 Gebote zu befolgen und immer brav und artig sein, sondern in erster Linie geht es dabei um eine Einladung von Gott an uns - wie auf eine Party. Und Parties haben bekanntlich viel mit Beziehungen zu tun, d. h. Leute kennenlernen, quatschen, Spaß haben, etc. Ich habe Gottes Einladung, die er durch Jesus Christus überbracht hat, angenommen und bin froh, dadurch in einer Beziehung mit Gott zu stehen. Denn das ist einfach klasse!

Und wozu das Ganze?

Leider fehlt mir die Zeit mich ausführlich zu dem Thema auszulassen, aber eins will gesagt sein: Jeder Mensch auf dieser Welt hat tief in sich den Wunsch nach Erfüllung. Forscht man weiter nach, so stelllt sich heraus, daß dieser Wunsch nach Erfüllung auf die ein oder andere Weise zu Gott führt. Wie der "Gott" dann im einzelnen aussieht, hängt von den Grenzen der Kreativität der Person ab. Für den einen ist man es selbst, für den nächsten der Beruf, eine Weltanschauung, das Selbstbewußtsein, die Freundin, das Wissen, etc. etc. Doch wahre Erfüllung des "göttlichen Vakuums" in einem Menschen kommt nur durch Gott selbst. Jesus Christus ist für die Menschheit gestorben und wieder auferstanden, um gerade dieses Vakuum zu füllen. Es ist also echtes Vertrauen auf diesen Jesus, das die Brücke zu Gott schlägt.

Noch Fragen?

Wem das alles zu heilig ist, wer mal richtig über die Christen schimpfen möchte, oder aber auch neugierige, witzige oder ernsthafte Fragen zu dem Thema hat, kann mir gerne schreiben.


English version:

What about Jesus!?

Every person has some topics which, when asked about them, he gets really excited. For me, speaking about Jesus is such a topic. But it hasn't always been like that.

In 1993, I decided to spend a year in the U. S. A. as an exchange student, live in a family and go to a regular High School (11th grade). I made this decision not only to get to know a different country and culture but also because I had a sense that my life was at a turning point somehow. I wanted to use my year abroad as a means to get some distance to my roots and thus to have a "third-person view" of myself and maybe find out who I really am. In the midst of struggles with my host family, feeling alone and isolated, I found a source of hope I didn't expect. I had gone to church with my host family and for the first time in my life came in touch with people who were genuinely convinced of their beliefs. What is more - and this surprised me - they were my age. In my personal crisis I was more and more attracted to the idea of being able to hold on to a belief that was portrayed as a personal relationship. On January 1, 1994, I made the decision and said "yes" to Jesus - privately, in a silent prayer in a car seat. A peace I had never known and a sense of belonging filled me.

Jesus on a daily basis

Many years have passed since that day and I had to learn a lot since I had had almost no religious background. My family and friends had to get used to my new attitude and to some I became somewhat estranged. Today I cannot imagine my life without Jesus. It is natural to me to reflect on my actions in the light of "What would Jesus do?" and to keep in touch with Him through prayer and reading in the bible.

So what's so exciting?

If you've ever thought about who you really are, what this whole life is good for, then getting to know Jesus is a very exciting thought! I am a Christian out of personal conviction, not because my parents or peers have pressured me into certain traditions. I believe Jesus is the answer to those nagging doubts all people have. Christianity is not about being a good boy/girl and following rules but about having a relationship with God and being able to stand before Him without fear. Have you ever thought that God looks at you with "good will"(Luke 2:14, (N)KJV), that He has a smile on His face thinking about you? Many of us, because of the way we were raised or through significant experiences in our lives, have the idea that God is sort of lingering above us waiting to deal a punishing blow to us. It is one of the great truths of Christianity that the exact opposite is true.

Any questions?

If you want to talk about this topic, feel free to write me.